DIE BILDSPRACHE
Körper. Farbe.
Konstruktion.
Abstraktion und surreale Vorstellung begegnen sich in Michael Plötz’ Werk. Die Bilder halten ihre Bedeutung offen und laden dazu ein, Beziehungen zwischen Formen zu entdecken.
IN EIGENEN WORTEN
Bilder vor Augen.
Bilder im Kopf.
„Bilder, die über die Ohren wieder im Kopf desjenigen entstehen, der sie hört.“
Michael Plötz
In seinem eigenen Internetatelier verband Michael Plötz das fotografisch Gesehene mit inneren Bildern. Malerei, Zeichnung, Computer und Töne waren unterschiedliche Wege, ihnen Gestalt zu geben.
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01
Organische Form
Rundungen, Schleifen und Faltungen erinnern an Körper, Pflanzen oder Wachstum. Sie bleiben wandelbar: Eine Form kann zugleich etwas Lebendiges und eine abstrakte Ordnung sein. Dunkle Öffnungen und weiche Übergänge geben ihr Volumen.

02
Gebauter Raum
Ebenen, Winkel und Durchgänge bauen Räume, die sich mit dem Auge verfolgen lassen und doch keiner sicheren Perspektive gehorchen. Geometrische Ordnung wird zum Ausgangspunkt einer räumlichen Irritation.

03
Figur und Ausdruck
Gesichter und körperähnliche Gestalten tauchen aus der Abstraktion auf. Manche bleiben Andeutung, andere treten mit kräftigem Farbauftrag und starken Kontrasten hervor. Erkennen und Auflösen liegen nah beieinander.

04
Die Linie auf dem Papier
Auf Papier wird die Bewegung des Strichs unmittelbar sichtbar. Verdichtungen, Schattierungen und freie Flächen bringen Figuren und Räume hervor, ohne sie vollständig auszuformulieren. Die Skizzen bilden ein eigenes Feld innerhalb des Werks.

05
Fotografischer Blick
In der Fotografie bekommen Licht, Anschnitt und räumliche Staffelung besonderes Gewicht. Alltägliche Szenen werden zu präzisen Bildgefügen. Montagen und experimentelle Bilder erweitern die Beobachtung um neue Zusammenhänge.
FARBE UND KONTUR
Tiefe entsteht
an den Rändern.
Dunkles Blau und Grün öffnen Bildräume. Rot und Ocker verdichten sie, helle Konturen geben den Formen Halt. Farbe beschreibt nicht nur Gegenstände: Sie stellt selbst Beziehungen her, trennt und verbindet.
Diese Betrachtungen beschreiben sichtbare Merkmale des Werks. Sie legen weder eine eindeutige Deutung noch eine geschlossene kunsthistorische Zuordnung fest.